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weiter sagen

heute nacht habe ich dinge gesehen
du wirst es mir nicht glauben
es war so so so so
puh, ich weiß gar nicht, welche worte es beschreiben können
plötzlich war überall licht
erst eine klare stimme, die etwas von gott und einem kind erzählte
dann wurde es laut, aber schön
und dann war da ein stern …
da sind wir dann alle hin

wir fanden
ein kind in einer futterkrippe
umgeben von strahlendem licht, strahlenden eltern, ein Ochse und ein esel
außerdem waren viele kleine helfer da

wir fanden
gott auf der erde
und unseren glauben

Das Team der Espresso.church wünscht Euch eine gesegnete Weihnacht.
Mathias und Angelika

Sterne

Joseph hat, wie er grad erzählt, die ganze Nacht Ausschau gehalten …
und ich sofort: Nach Maria?!“
wieder schaut er mich so an –
„Nein, nach den Sternen“…

Sterne, soviel Zeit möchte ich auch haben,

und er erklärt was von Konstellationen
wie sie zuletzt vor 400 Jahren waren…
und damals…

Für ’ne spannende Konstellation,
brauch ich keine Sterne, da reichen mir Maria, Du und das Kind….

und ich frag mich auch heute –
Worauf habe ich mich da eingelassen – Gott!

/mm

Platz da?

Jetzt hat er ihn wieder,
diesen fragend nachdenklichen Gesichtsausdruck.

Fast vier Wochen ist er da,
wir reden über Gott und die Welt,
manchmal sehen wir uns kaum.

Und heute sagt er:
Sie kommt nun doch, Maria, Hochschwanger.
Ob mein Platzangebot des ersten Abends noch stehe…
Joseph redet weiter….
doch ich bin in Gedanken:
Er und Sie kein Problem,
aber wo hab ich Platz für ein Kind?

Ein Kind bei mir in meinem chaotischen Alltag, jetzt in der Pandemie…

Worauf habe ich mich da bloss eingelassen – Gott!

/mm

bereiten

Elisabeth meint, dass es bald so weit ist.
Sie will, dass ich genügend Holz hole.
Tücher liegen schon bereit.
Für mich ist es immer noch unfassbar, dass ich einen Sohn haben werde.
In meinem Alter. In Elisabeths Alter.
Gott macht es möglich.

Maria hat Elisabeth erzählt,
dass Gott der Vater des Babys ist.
Es soll auch ein Junge werden.
Joseph hat Maria trotzdem geheiratet – ohne zu zögern.
Er hatte keine Zweifel. So ganz anders als ich.

Es ist eine besondere Zeit.
Gott wirkt in seinem Volk leise, doch unübersehbar.
Im Gestern der Menschen
im Heute
und im Morgen.

Heute bereite ich dem Kind den Stall.

/ak

vorbereitet sein

ich bin dann schon mal da
man kann nie früh genug sein
hier soll es stattfinden
glaube ich zumindest

und wenn nicht hier – macht nichts
ER kommt auf jeden Fall in diese Welt
Ich kann auch ohne die anderen Halleluja und „Ehre sei Gott in der Höhe“ singen

wichtig ist nur
Ich bin da. Vorbereitet.

/ak

Vorfreude

Der Duft von gebrannten Mandeln liegt in der Luft.
„Stille Nacht. Heilige Nacht.“, weht leise vom Karussel herüber.
Am Abend über den Adventsmarkt bummeln.
Was für ein Vergnügen.



In diesem Jahr bleibt nur die Erinnerung und die Vorfreude aufs nächste Jahr. Dafür bleibt mehr Zeit für Geschichten lesen, Weihnachtsfilme schauen und Plätzen backen.

und …
die Vorfreude auf das Kind.

Zur Vorfreude heute ein Text von Rainer Maria Rilke:
Die hohen Tannen atmen heiser im Winterschnee,
und bauschiger schmiegt sich sein Glanz um alle Reiser.
Die weißen Wege werden leiser,
die trauten Stuben lauschiger.

Da singt die Uhr, die Kinder zittern:
Im grünen Ofen kracht ein Scheit
und stürzt in lichten Lohgewittern, –
und draußen wächst im Flockenflittern
der weiße Tag zur Ewigkeit.

/ak

suchen

vieles wurde heute geschrieben
und noch mehr Gedanken gehen
durch meinen Kopf….
meine Verlobte….
macht Ferien bei einer Freundin…
wie wird das werden…. mit dem Kind
schon dreimal wurde ich kontrolliert auf meinem Weg…
dabei suche ich doch nur….
einen Ort….
wo Gott ankommen kann…..

/mm

Sehnsucht

Was Joseph wohl macht?

Jetzt bin ich schon neun Tage bei Elisabeth.
Wie gut es ist, eine Freundin wie sie zu haben.
Sie hat mir Mut gemacht, dass alles gut wird.
Sie hat mir davon erzählt, wie gut es Gott einfach zu vertrauen.
Zacharias tut sich da schwerer. Er übt noch, sagt Elisabeth.

Was Joseph wohl macht?
Er schweigt auch viel. Seine Taten setzen dafür umso klarere Zeichen.
Wie er für das Kind einstand?
Wie er den Ältesten die Stirn bot und mich verteidigte.

Er wollte mich holen, damit wir uns auf den Weg machen.
Hoffentlich geht alles gut.

/ak