die grossen 7

die letzten wochen

das gutachtendisaster
die maskenaffäre
der missbrauch
der lockdown
die flüchtlingskatastrophe
die segensverweigerung
der impfstoff

manchmal
ist mir als ob die „Großen Sieben“ neue Gesichter bekommen hätten
manchmal
frage ich mich, wissen wir noch, was „Liebe“ braucht?

Es ist ein steiniger Weg nach Golgatha.

/ak

Ein Herz für Dich

heute ein herz für dich
für deine liebe – ersehnt, verloren oder gefunden
für deine sehnsucht – erfüllt oder unerfüllt
für dein einsamkeit – erzwungen oder gesucht
für deine tränen – nass oder getrocknet
für deine erinnerung – alt oder frisch
für deine freude – leise oder laut
möge der segen von IHM dich begleiten
/ak

ZORN

mich packt der ZORN
die sonne scheint
alle freuen sich
alle sind draußen
so wunderschön

und doch

mich packt der ZORN
die sonne scheint
alle freuen sich
alle sind draußen
stehen nah beieinander
ohne rücksicht – ohne abstand – ohne maske
alle lachen
alle sind sich sicher,
„mich trifft es nicht“

mich packt der ZORN
die sonne scheint
alle freuen sich
alle sind draußen
endlich
nach so langer zeit
ein gefühl von freiheit und leben
einatmen – ausatmen – keine maske
wie lange noch
ich breche aus

Den ZORN nicht zur Tat werden lassen.
Der Rachsucht nicht einen Augenblick nachgehen.

Benedikt von Nursia

Ungeduld – Unsicherheit – Sehnsucht – Angst – Verzweiflung – ZORN
mich packt der ZORN
ich will jetzt – alles zurück

nein, ZORN, geh fort

Wann bin ich zornig?
Was hilft mir meinen ZORN loszulassen?

/ak

Pause

Heute. Pause.
Pause vom Homeoffice
Pause vom Homeschooling
Pause vom Coronafeeling

vielleicht rufe ich Dich an oder Dich oder Dich
vielleicht gönne ich mir ein besonderes Wellnessprogramm
vielleicht gönne ich mir auch etwas Gutes
auf jeden Fall etwas, dass mir gut tut
und das ich mir nur selten leiste

Heute. Pause.
Morgen. Weitergehen.

/ak

an die Hand nehmen

„Die einzige legitime Art, eine Person von oben nach unten anzusehen, ist, ihr die Hand zu nehmen und ihr zu helfen, sich aufzurichten. Das ist die Sendung, die Jesus der Kirche anvertraut hat.“ (Papst Franziskus /7.2.21)

Bin ich bereit, mein Handeln ehrlich anzusehen?
(oder finde ich schnell eine Rechtfertigung?)
Bin ich bereit, meine Schuld anzunehmen?
(oder fühle ich den Schmerz und wage es nicht darüber zu sprechen?)
Bin ich bereit, Veränderung zu wagen?
(orientiere ich mich lieber neu?)

Ich will mehr wagen.

/ak

Für Neugierige: Heute beginnt der Fastenweg der Aktion NUR FÜR HEUTE. In diesem Jahr bildet der Psalm 119 die Grundlage der Impulse. Die Worte des Psalms fordern ganz neu heraus. Deshalb meine Empfehlung dort vorbei zu schauen.

Wie geht es Dir wirklich?

Das Bild gesehen und gedacht:
Wann habe ich das letzte Mal jemanden danach fragen können?
Wann wurde ich danach gefragt?
Wo sind die Menschen hin?
Alle in ihren Wohnungen und Häusern?
Alle in Quarantäne?

Da ist jemand, der eine Wand nicht für Eigenwerbung
(Produkt, Aktionen …) nutzt,
sondern für eine einfache Frage
eine Frage, die ich sonst täglich einem anderen Menschen stelle
eine Frage deren Beantwortung mir wichtig ist
eine Frage, die ich auch selbst für mich schätze, wenn sie aufrichtig ist
eine Frage, die zeigt ‚Du bist nicht vergessen‘ ‚Ihr seid nicht vergessen‘

Manchmal sitze ich am Fenster und frage mich,
werden wir uns wieder die Hände schütteln
werden wir wieder einander umarmen
werden wir wieder einander zuhören und erzählen

Und seid gewiss: Ich bin jeden Tag bei euch, bis zum Ende der Welt. (Mt 28,20)

Licht

Heute schicken wir einen Impuls, der für die Seite Spurensucher entstanden ist.
Er ist auch einer dieser Mutmacher-Texte. Eben etwas von dem, was wir zur Zeit alle brauchen.
Bleibt tapfer. Das Licht und das Leben lassen sich nicht unterkriegen.

Wir wünschen Euch ein schönes Wochenende.

/ak

Homeoffice

Ich lebe im Homeoffice.
Ich koche und esse im Homeoffice.
Ich treibe Sport im Homeoffice.
Ich arbeite (so es etwas zu arbeiten gibt) im Homeoffice.
Ich coache meine Klienten im Homeoffice.
Ich gehe ins Kino im Homeoffice.
Ich treffe virtuell Menschen im Homeoffice (soweit diese noch Lust auf mehr Bildschirm haben).
Ich räume auf im Homeoffice.
Ich gönne mir Wellness im Homeoffice.
Ich shoppe regional im Homeoffice.
Ich schreibe Briefe, Karten, Mails im Homeoffice.
Ich feiere Gottesdienste im Homeoffice.

Ich lache, weine, schreie, flüstere, resigniere, schöpfe Hoffnung
… im Homeoffice.

Langsam schlägt mir der Lockdown aufs Gemüt.
Langsam …
doch ich halte durch im Homeoffice.
Ganz vorsichtig macht sich Hoffnung breit. Endlich sinken die Zahlen.

und während ich über Homeoffice nachdenke
Gott macht auch Homeoffice
nicht nur, wenn Corona wütet
nein jeden Tag
bei mir

/ak